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Expertisen des Aktionsfeldes 3

Prof. Juergen Howaldt: Dachpapier zu den Expertisen des Aktionsfeldes „Innovationsfähigkeit und Wandel der Arbeit“

Sie können das Dachpapier hier herunterladen: Howaldt_Dachpapier.pdf 312kb

Prof. Juergen Howaldt: "Wandel des Innovationsverständnisses von der Industrie zur Wissens- und Dienstleistungsgesellschaft"

Abstract:

Zentrales Ziel des IMO-Projektes ist es, über ein kontinuierliches Monitoring eine nationale und internationale Meinungsführerschaft zu Innovationsfähigkeit aufzubauen, die langfristig den Standort Deutschland und Europa im globalen wettbewerbsfähig hält. Die hier vorgelegte Expertise ist im Aktionsfeld „Innovationsfähigkeit und Wandel der Arbeit“ entstanden. Gegenstand der Expertise ist der „Wandel des Innovationsverständnisses von der Industrie zur Wissens- und Dienstleistungsgesellschaft“. Ausgangspunkt der Expertise ist die These, dass mit dem Übergang von der Industrie- zur Wissens- und Dienstleistungsgesellschaft sich ein „Paradigmenwechsel des Innovationssystems“ (Bullinger 2006, S. 14) vollzieht, in dessen Folge sich das Verhältnis von technologischen und sozialen Innovationen verändert. Zielte Innovation bisher primär auf die natur- und ingenieurwissenschaftlich geprägte und getriebene Hervorbringung neuer Produkte und Verfahren, werden künftig soziale Innovationen stärker in den Fokus rücken Diesen Veränderungen im Innovationsparadigma in Auseinandersetzung mit aktuellen Entwicklungen der sozialwissenschaftlichen Innovationsforschung nachzuspüren und auf ihre Bedeutung für die Innovationsfähigkeit von Unternehmen, Regionen und Gesellschaften zu hinterfragen ist Aufgabe der Expertise. Hierzu sollen die Konturen eines neuen „soziologisch aufgeklärten“ postindustriellen Innovationsparadigmas skizziert werden, welches soziale Innovationen als wichtigen Motor der Innovationsdynamik moderner Gesellschaften begreift. Abschließend werden die sich aus diesem Paradigmenwechsel ergebenden zentralen Forschungsfragen benannt. Vor dem Hintergrund des Kontextes des Projektes wird dabei ein besonderes Augenmerk auf die Arbeitsforschung gerichtet.

Die gesamte Expertise koennen sie hier herunterladen: Expertise_Howaldt.pdf 1.1mb

Prof. Brigitte Stieler-Lorenz: "Veränderte Anforderungen und Wirkungen beim Wandel der Arbeit durch Digitalisierung und Globalisierung - Konsequenzen für die Arbeitsforschung"

Abstract:

In der Expertise steht der Wandel von Beanspruchung - Belastung in der digitalisierten wissensbasierten Arbeitswelt hin zu verstärkten psycho-sozialen Belastungen im Fokus. Es werden Ursachen und widersprüchliche Erscheinungsformen für neuen Entwicklungen, insbesondere in der Vorreiterbranche „Informations- und Kommunikationstechnologien“ ebenso aufgezeigt, wie deren Folgen für die Gesundheit und Beschäftigungs-/Innovationsfähigkeit der Arbeitnehmer über das gesamte Arbeitsleben. Das wird eingeordnet in den Fachkräftebedarf im Zusammenhang mit den demografischen Veränderungen in den Alterstrukturen der Unternehmen, auch über die ITK-Branche hinaus. Daraus werden neue Herausforderungen für die Arbeitsforschung abgeleitet. Sie betreffen sowohl die Notwendigkeit verstärkter innovativer Forschungsarbeiten zur Entwicklung neuer praktikabler Analyseverfahren psychonervaler Belastungen und deren gesundheitlichen Folgen in der „neuen Arbeitswelt“ als auch die Erfordernisse zur Entwicklung innovativer salutogener Interventionsmethoden- und Vorgehensweisen in den Unternehmen zur Reduzierung psychischer Belastungen.

Die gesamte Expertise koennen sie hier herunterladen: Expertise_Stieler_Lorenz.pdf 600kb

Prof. Matthias Trier: "Erhalt und Entwicklung von Kompetenz in einer sich dynamisch verändernden Arbeitswelt"

Abstract:

Der Wandel der Arbeits- und Lebensbedingungen greift nachdrücklich in die individuellen Verhaltensregulationsdispositionen ein. Kompetenz ist so zu einem Schlüsselbegriff in der Arbeits-, Personal- und Bildungspolitik geworden. Entscheidend für Erwerb und Erhalt beruflicher Kompetenz sind die Möglichkeiten zum überwiegend selbstorganisierten Lernen im Arbeitsprozess selbst und die lernförderliche Gestaltung der sozialen Rahmenbedingungen der Arbeit. Die Arbeit ist zunehmend wissens- und kompetenzbasierte anspruchsvolle Arbeit geworden mit individualspezifischen Kompetenzen, die kaum imitierbar sind. Die Schere zwischen qualifizierter und wenig qualifizierter Arbeit mit geringen Möglichkeiten zur Kompetenzentwicklung öffnet sich dabei immer weiter. Angesichts der hohen Instabilität von Beschäftigungsverhältnissen und der Krisenhaftigkeit von Lebenslagen wird das Element der Veränderungskompetenz konstitutiv für berufliche Handlungsfähigkeit. Durch die rasante Zunahme nichtstandardisierter Arbeitsverhältnisse - Zeitarbeit, Projektarbeit, neue Selbstständigkeit – entstehen neue Bedingungen für die Kompetenzentwicklung dieser Beschäftigten. Nur teilweise handelt es sich um qualifizierte Arbeit mit vollständigen Arbeitsprozessen, die Selbstständigkeit und eigenverantwortliches Entscheiden bei gleichzeitig vielseitigen Kooperations- und Kommunikationsbeziehungen ermöglichen. Insgesamt enthalten diese neuen Beschäftigungsverhältnisse zwar Chancen, aber auch große Risiken für die Entwicklung beruflicher Kompetenz.

Die gesamte Expertise koennen sie hier herunterladen: Expertise_Trier.pdf 280kb

Prof. Joachim Muench: "Mobilität – ein Innovationsfaktor?"

Abstract:

Die Expertise fokussiert und expliziert berufliche Mobilität als ein äußerst komplexes und differenziertes Phänomen moderner Industriegesellschaften. Die Frage, inwieweit berufliche Mobilität ein Innovationsfaktor ist oder sein kann, wurde bisher offenbar weder in Praxis noch in Wissenschaft gestellt. Dies ergab jedenfalls die im Rahmen einer knappen Expertise mögliche Recherche. Es gibt aber mancherlei Hinweise und Erwägungen, wonach insbesondere internationale Mobilität, die je auch immer Arbeitsstellen-, Betriebs- und/oder Institutswechsel bedeutet, innovations“trächtig“ ist. Dies dürfte vor allem bei Personengruppen mit wissenschaftlicher Qualifikation und anspruchsvollen Aufgaben (z.B. Hochschullehrer und Forscher) der Fall sein. Weil es sich aber dabei eher um Vermutungen handelt, werden Forschungsfragen formuliert, deren Beantwortung mehr Licht in ein offenes Feld bringen könnte.

Die gesamte Expertise koennen sie hier herunterladen: Expertise_Muench.pdf 280kb

Johannes Sauer: "Lernförderlichkeit der Arbeit – Voraussetzung für Innovationsfähigkeit"

Abstract:

Der Weg in die Wissensgesellschaft ist geprägt durch kontinuierliches Weiterlernen. Dabei sind der Wandel der Arbeit und der Wandel im Weiterlernen und Weiterlernverständnis zwei Seiten einer Medaille. Im einzelnen wird begründet, warum es beim Übergang in die Wissensgesellschaft notwendig ist, die bisherigen Weiterbildungsstrukturen zu neuen Lernkulturen auszuweiten und neue Aufgaben der Gestaltung wahrzunehmen. Hieraus wird die Notwendigkeit abgeleitet, eine High Competence Initiative seitens der Politik , d.h. des Bundes und der Länder zu erarbeiten, um Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Im Einzelnen werden dann Vorschläge für Grundstrukturen einer High Competence Initiative unterbreitet.

Die gesamte Expertise koennen sie hier herunterladen: Expertise_Sauer.pdf 270kb

 

Prof. Dr. Daniel Bieber: "Hat das ,Internet der Dinge' Konsequenzen
für die Entwicklung der Arbeitswelt?"

Abstract:

Das Internet der Dinge wird zweifellos die Arbeitswelt verändern. Die Frage ist nur: wie und in welchen Zeiträumen. Zwar gibt es eine reichhaltige Literatur zur technischen Ausgestaltung dieser neuen Systemtechnologie, die Arbeitswelt bleibt hier allerdings weitestgehend außen vor.

Der Beitrag diskutiert zunächst klassische Interpretationsmuster zum Verhältnis technologischer und gesellschaftlicher Entwicklung, beschreibt dann die grundlegenden Entwicklungsschritte auf dem Weg zum Internet der Dinge, bevor er zunächst die These der Trendverstärkung (statt der These des technologisch bedingten Strukturbruchs) begründet. Im Anschluss daran wird skizziert, welche Auswirkungen auf die Arbeitswelt bzw. welche Wechselwirkungen hier zu erwarten sind. Im abschließenden Resümee werden grob einige Forschungsfragen skizziert, denen es sich nachzugehen lohnt.


Die gesamte Expertise können sie hier herunterladen: Expertise Bieber.pdf (459 KB)

 

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