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Expertisen des Aktionsfeldes 1

Katrin Baumgaertner: "Bedeutungswandel von Lernen im Prozess der Arbeit"

Abstract:

Das Lernen im Prozess der Arbeit gewinnt aufgrund neuer gesellschaftlicher Herausforderungen und Umbrüche verstärkt an Bedeutung. Es wird aufgezeigt, warum insbesondere für die Förderung von Innovation, aufgrund der Flexibilisierung von Arbeit, neuer Organisationsformen, des demographischen Wandels und lebenslangen Lernens, neuer Anforderungen an Kompetenzen, zur Förderung gering Qualifizierter, Integration von (Arbeits-)Migranten, zum (Wieder-) Einstieg in den Arbeitsmarkt und aufgrund struktureller Mängel des Bildungssystems Lernen im Prozess der Arbeit zunehmend fokussiert werden muss.

Die gesamte Expertise koennen sie hier herunterladen: Expertise_Baumgaertner.pdf 120kb

Dr. Jan Wessels: "Nationale und internationale Wissensbestände zum Lernen im Prozess  der Arbeit"

Abstract:

Die vorliegende Expertise soll zentrale Erkenntnisse der bisherigen Programmatiken im Bereich „Lernen im Prozess der Arbeit“ zusammenführen und überblicksartig aufbereiten.
Der Schwerpunkt der Expertise liegt auf deutschen Erfahrungen. Eine internationale Perspektive wurde ergänzend einbezogen. Für die nationale Perspektive von besonderer Relevanz waren die Aktivitäten im Programm „Lernkultur Kompetenzentwicklung“, dessen Programmteil LiPA dem Thema Lernen im Prozess der Arbeit gewidmet war.
Die Expertise skizziert zunächst zentrale Begriffsbestimmungen von „Lernen im Prozess der Arbeit“ in Deutschland und anderen Ländern. Hierauf aufbauend werden wichtige theoretische Konzepte kurz charakterisiert. Prototypische Umsetzungsformen (Lernarrangements) zeigen die Bandbreite möglicher Ansätze für die Implementierung der LiPA –Konzepte auf. Umsetzungserfahrungen schließlich benennen beispielhaft, welche Chancen im Einsatz von LiPA Konzepten liegen, welche praktischen Probleme aber auch auftreten können.
Als angrenzende Forschungs- und Gestaltungsgebiete werden aktuelle Erfahrungen in den Bereichen Work Based Learning, Anrechnung informell erworbener Kompetenzen und der „klassischen“ Berufsbildung diskutiert.
Ein weiterer Aspekt ist die Beziehung zwischen der Bildungspolitik einerseits und der Technologie- und Innovationspolitik andererseits.
Die Expertise schließt ab mit einem Fazit, das auch Herausforderungen für das Programm ‚Arbeiten – Lernen – Kompetenzen entwickeln’ benennt.

Die gesamte Expertise koennen sie hier herunterladen: Expertise_Wessels.pdf 370kb

Prof. Sibylle Peters & Yvonne Salazar: "Lernen und Arbeiten in Händen multipler betrieblicher Akteure"

Abstract:

In der neuen Wissensökonomie nehmen verstärkt wissensbasierte Produkte und Arbeitsprozesse eine Schlüsselstellung ein. Immer mehr der in ihr vorhandenen Funktionen basieren auf komplexem, durch beständige Innovation rasch veraltendem Spezialwissen. Innovation und Entwicklung in kleinen und mittelständischen Unternehmen werden zunehmend in den Bereichen Informationsverarbeitung, Forschung, Anwendung und Beratung vorangetrieben (vgl. Meyer 2005, 505).

In diesen Arbeitsprozessen findet zunehmend Lernen statt, das vielfach informell und ungesteuert ohne eine professionelle pädagogische Begleitung erfolgt. Eine profunde Analyse der Verschmelzungsprozesse von Arbeiten und Lernen sowie ihrer bekannten, potenziellen und neuen, noch ohne Benennungsmöglichkeiten agierenden Akteursgruppen kann wichtige Impulse für die integrierende pro-aktive Gestaltung von Arbeiten und Lernen erzeugen.

Ziel ist, die Kompetenzentwicklung von ausgewählten Akteursgruppen in den Arbeitsprozessen zu steigern. Hierfür ist zu untersuchen, wie diese Akteursgruppen und ihre Lernformen systematisch und nachhaltig in die Kompetenzentwicklung eingebunden werden können. Ansatzpunkte sind z.B. Lernzeiten und die Verknüpfung „informellen“ und „formellen“ Lernens, um Kompetenzentwicklung gezielt, verlässlich und nachhaltig umsetzen und damit das Kompetenz- bzw. Qualifikationsniveau von Belegschaften lang¬fristig erhöhen zu können. Dies scheint nicht nur angesichts des demographischen Wandels geboten, sondern vor allem weil Wissensentwicklungen nicht als lineare Lern- und Aneignungsprozesse unter „pädagogischer Angebotsentwicklung“ verlaufen, sondern sich aus vielen Quellen speisen, die noch nicht in vollem Umfang bekannt sind. Lassen sich diese Prozesse vorantreiben, können deren Potenziale auch genutzt werden.

Die gesamte Expertise koennen sie hier herunterladen: Expertise_Peters_Salazar.pdf 240kb

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